Erlebnisbericht aus dem Vinschgau - Juli 2016

Einsatz auf einem Hof im Vinschgau

Man kommt hier in Südtirol an und ist vollkommen überwältigt von der traumhaften Landschaft! Gerade hier oben bei den Lichtenberger Höfen ist der Ausblick ins Tal grandios! Der nächste morgen beginnt. Wieder mal traumhaftes Wetter. Wie am Abend zuvor ausgemacht machen wir uns um 9.15 Uhr auf den Weg zum Feld. Es geht direkt steil Bergauf und wir haben ganz schön zu schnaufen, aber im Laufe der Zeit gewöhnt man sich daran.

Auf dem Feld angekommen beginnen wir am Vormittag mit Rechen das Heu zu wenden. Bei der Bäuerin sieht das so einfach und locker aus, wir brauchen jedoch einige Zeit bis wir da reinkommen, trotz guter Einweisung.

Doch unsere Hände merken schon bald, dass wir diese Arbeit nicht gewohnt sind. Die ersten Blasen kommen. Das nächste Mal nehmen wir uns Arbeits-Handschuhe mit. Wenn man es dann raus hat, ist diese Arbeit wunderbar, nicht wirklich anstrengend, sondern viel mehr Meditativ. Während man die frische Bergluft genießt, denkt man über sein Leben nach und das so vollkommen befreit. Einfach toll.

Schon bald haben wir es Mittag. Die Bäuerin gibt uns ein paar Eier mit und wir haben uns unsere Pause verdient. Nach 2 Stunden geht es dann wieder weiter. Frisch gestärkt geht es wieder den Hang nach oben zum Feld. Der Ladewagenfahrer ist bereits da und bring das erste Heu ein. Wir schnappen uns unsere Rechen und Gabeln und fangen von oben an das Heu nach unten zum Weg zu bringen. Immer wieder muss man hoch und runter laufen. Das ist dann schon anstrengender als am Vormittag. Aber es macht trotzdem Spaß.

Ich darf dann mit in den Heuboden und das abgeladene Heu in das Gebläse einführen, welche es dann hoch auf den Speicher verteilt. Das ist ganz schön staubig. Und ich muss ab und zu ganz schön stark husten. Hier wäre wohl eine Atemmaske sinnvoll. Aber selbst als ich es an einem anderen Tag mit Atemmaske probiere, merke ich, dass dies auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Die Arbeit ist doch so anstrengend, dass ich durch das feine Staubnetz zu wenig zu Luft bekomme. Also Atemmaske ab, und wieder husten. Vielleicht gibt es ja noch eine andere Möglichkeit, diese Partikel von der Lunge fern zu halten und trotzdem Luft zu bekommen. Aber bis jetzt konnte mir noch niemand sagen, was das wäre.

So neigt sich dann Tag, nach dem wir 7 Fuder eingefahren haben, dem Ende zu. Erschöpft sitzen wir am Feld und genießen es zu sehen, was man so den ganzen Tag geschafft hat. Auf dem Heimweg bekommen wir von der Bäuerin noch einen Salat und gehen dann nach unten zu unserer Hütte. Nach einem tollen Essen, gehen wir dann alle zufrieden ins Bett.

Und der nächste morgen beginnt. Ein ähnlicher Tagesablauf, Tag für Tag, Heu erst wenden und dann am Nachmittag einfahren. Manchmal an steileren Hängen, manchmal an flacheren.

Nach einer Woche sind wir gut erholt und haben einiges an Heu in die Scheune gebracht. Der Anstieg am Morgen fällt nun auch nicht mehr schwer. Und dann geht es leider schon wieder heim. Ein unvergesslicher Ernteeinsatz.

Auch, wenn es körperliche Arbeit ist und man am Abend echt immer ziemlich erschöpft ist, sind wir doch alle nach dieser Woche ziemlich erholt. Einfach mal was anderes machen, als man sonst zu Hause macht, tut richtig gut!

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Do 21.6
12 - 32
Fr 22.6
10 - 30
Sa 23.6
5 - 27