Landwirt - September 2017

BNF und VFA stellen sich vor

Im Mai bzw. im Juni trafen sich die Mitglieder des Landesausschusses der Seniorenvereinigung mit Vertreterinnen des Bäuerlichen Notstandsfonds – Menschen helfen (BNF) und des Vereins Freiwillige Arbeitseinsätze (VFA).

Jedes Jahr im Mai und im Juni nutzen die Mitglieder des Landesausschusses der Seniorenvereinigung ihre Sitzungen, um sich mit Experten aus verschiedenen Bereichen auszutauschen.

Heuer entschieden sich die Funktionäre dafür, die Vertreter der zwei Organisationen „Bäuerlicher Notstandsfonds – Menschen helfen“ (BNF) und „Verein Freiwillige Arbeitseinsätze in Südtirol“ (VFA) einzuladen. Gottfried Oberstaller, der Landespräsident der Seniorenvereinigung, erklärt: „Wir wussten selbstverständlich bereits im Vorfeld, wer BNF und VFA sind und was sie tun. Wir wussten es aber nicht im Detail und wir wussten vor allem nicht, ob und wie wir, die Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund, sie unterstützen können. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, die entsprechenden Vertreter zu treffen.“

So waren im Mai Karin Höller, die Vertreterin des Bezirks Meran im Vorstand des BNF, und im Juni Monika Thaler, die Koordinatorin des VFA, zu Gast im Landesausschuss der Seniorenvereinigung, um den Funktionären ihre Organisationen zu präsentieren und mit ihnen darüber zu sprechen.

Viele neue Informationen erhalten

Der erste Aspekt, der für die Senioren neu war, war der enge Zusammenhang zwischen diesen beiden Organisationen. Der BNF war im Jahr 1990 mit dem Ziel, unverschuldet in Not geratenen Familien schnell und unbürokratisch zu helfen, gegründet worden. Hilfe bedeutete und bedeutet dabei nicht „nur“ finanzielle Unterstützung in Härtefällen, sondern auch Beratung und Betreuung nach Härtefällen. Im Rahmen dieser Tätigkeit entwickelte sich die Idee für den VFA. Man erkannte recht bald, dass Bergbauernfamilien, deren Höfe sich in extremen Lagen befinden und bei denen aus rein wirtschaftlicher Sicht vieles überdacht werden müsste, mit Arbeitskräften unterstützt werden könnten. So wurde ein einjähriges Pilotprojekt gestartet und im Jahr 1997 der VFA offiziell gegründet.

Seit ihrer Gründung werden die Dienste dieser beiden Organisationen zusehends stärker benötigt und beansprucht. An den BNF haben sich im Jahr 2016 insgesamt 91 Familien gewandt. Die Gründe für ihre Notsituationen waren bzw. sind dabei hauptsächlich familiärer Natur, wie zum Beispiel Tod oder Krankheit, aber auch Katastrophen, wie zum Beispiel Brände, durch welche Familien ihre ganze Existenz verlieren. Beim VFA steig die Zahl der Höfe, die um eine freiwillige Arbeitskraft angesucht haben, im Vorjahr auf 350 an und die Zahl der Helfer erhöhte sich auf 2.400, die insgesamt rund 20.000 Tage im Einsatz waren. „Wenn wir die Leistung unserer „Engel“ bezahlen müssten, wären über 1,6 Millionen Euro und rund 90 Beschäftigte das ganze Jahr über notwendig“, erläuterte Monika Thaler.

Was den Funktionären weiters neu war, ist die Tatsache, dass der BNF seit einigen Jahren neben bäuerlichen Familien auch nicht-bäuerliche Familien unterstützt. „Daher rührt der Zusatz, Menschen helfen‘ in unserer Bezeichnung“, erklärte Karin Höller.

„1 Euro Spende = 1 Euro Hilfe“

Am Ende ihrer Präsentationen betonten die beiden Vertreterinnen die Wichtigkeit solcher Treffen: „Ihr Funktionäre kennt die Menschen in euren Orten und in euren Bezirken. Wenn ihr wisst, dass jemand Hilfe braucht, sprecht ihn an und ermutigt ihn, uns zu kontaktieren. Niemand muss sich für eine Notsituation schämen.“

Außerdem sprachen beide ihre finanziellen Situationen an und erklärten, wie sehr sie auf Spenden angewiesen seien. „Nur durch die finanzielle Unterstützung von Personen und Institutionen können wir Hilfe leisten. Wir freuen uns daher über jede noch so kleine Spende“, schlossen Karin Höller und Monika Thaler ihre Ausführungen ab.

Weitere Informationen zum BNF und zum VFA gibt es im Internet unter http://www.menschen-helfen.it/ und http://www.bergbauernhilfe.it/ .


VideoErleben Sie jetzt das Video vom Arbeitseinsatz.
So 21.1
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Mo 22.1
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Di 23.1
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