1689 freiwillige Helfer waren es heuer, die auf den Bergbauernhöfen mit anpackten. „Vieles im Leben ist ein Geschenk; ihr verschenkt Zeit und Energie, um anderen zu helfen“, sagte Pater Benedikt Hochkofler. Ein Wortgottesdienst leitete die Erntedankfeier im Bürgerhaus von Sarnthein ein.
Stellvertretend für alle freiwilligen Helfer auf Südtirols Berghöfen wurden Männer, Frauen, Familien und auch Gruppen für ihren Einsatz geehrt. 522 Freiwillige mehr als im Vorjahr halfen heuer mit.
„Dies ist ein Anstieg von 45 Prozent“, sagte Monika Thaler, die die Einsätze über den Verein koordiniert. 20 Prozent der Helfer waren Südtiroler, ganze 72 Prozent kamen aus Deutschland. Den großen Andrang führt der Verein nicht allein auf die Mundwerbung zurück. „Heuer haben viele bundesdeutsche Medien Reportagen über Ernteeinsätze in Südtirol veröffentlicht; das tat seine Wirkung“ freute sich Thaler.
Allerdings sank die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 13 Tagen auf neun, dennoch ist auch die Zahl der Einsatztage von 13.489 auf 15.953 angestiegen. Den größten Anteil stellte die Jugend.
Es gibt die stille Not auf den Bergbauernhöfen, und es braucht die Hilfe, 294 Bauern fragten heuer an. „Mit einem Beitrag ist das Heu noch nicht im Stadel; dazu braucht es viele Hände“, sagte Vereinsobmann Georg Mayr und dankte für die große Solidarität.
Den Dank der Bauern überbrachte Luis Thaler, der seit nunmehr 13 Jahren jeden Sommer Helfer auf seinem Hof hat. „Ich weiß das sehr zu schätzen“, sagte er. Für die Freiwilligen ist der Aufenthalt auf den Berghöfen nicht nur anstrengend, sondern auch Bereicherung.,, Der Bergbauernhof ist eine ganz andere Welt, die die meisten vorher gar nicht kannten“, sagte etwa Jürgen Rentschler, der seit Jahren auf einem Berghof in St. Martin in Passeier mithilft.