Ein Antrag kann von jedem Bergbauern in Südtirol gestellt werden, dessen Hof über 1.000 m Meereshöhe liegt, mindestens 60 Erschwernispunkte aufweist und bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet. Zusätzlich berücksichtigen wir die gesundheitliche, soziale und finanzielle Situation der Familie sowie ihr Verhalten im nachbarschaftlichen Umfeld.
Sie gehen vor allem bei einfachen landwirtschaftlichen Arbeiten, im Haushalt, bei der Kinder- oder Altenbetreuung sowie bei handwerklichen Tätigkeiten zur Hand.
Sie kommen aus den unterschiedlichsten Berufsbranchen und bringen verschiedenste Fähigkeiten mit.
Die Freiwilligen sind keine Fachkräfte. Nicht alle haben Erfahrung in der Landwirtschaft.
Die Helfer werden darauf vorbereitet, flexibel, von morgens bis abends mitzuhelfen, je nach anfallenden Arbeiten. Jeder bringt sich nach den eigenen Fähigkeiten ein, und unterstützt die Bauersleute im Rahmen seiner Kräfte.
Die Freiwilligen werden vorab darüber informiert, dass alle Arbeiten stark von Wetter, Vegetation und Jahreszeit abhängen. Ein fester Tagesablauf ist daher nicht möglich.
Ein Einsatz basiert auf Freiwilligkeit/Ehrenamtlichkeit – die Helfer sind keine Angestellten und dürfen auch nicht wie solche behandelt werden.
Die meisten Freiwilligen stammen aus Deutschland, doch auch aus Südtirol, Österreich, weiteren italienischen Provinzen und in einzelnen Fällen aus anderen europäischen Ländern. Die meisten Helfer sind zwischen 30 und 60 Jahre alt, wobei das Durchschnittsalter bei 50 Jahren liegt. Die Freiwilligen können sich ab 18 Jahren (oder bereits ab 16 Jahren mit Einverständniserklärung der Eltern) anmelden.
Die Mindesteinsatzdauer beträgt 1 Woche (= 6 Arbeitstage). Die durchschnittliche Dauer eines Einsatzes liegt bei 10 Tagen; manchmal schenken Freiwillige auch mehr Zeit. Bleiben Helfer länger als eine Woche, steht ihnen ein freier Tag/Woche zu.
Die Freiwilligen stellen den Bauernfamilien ihre Zeit und Arbeitskraft an 6 Tagen in der Woche von morgens bis abends unentgeltlich zur Verfügung. Deshalb ist es wichtig, ihnen Wertschätzung zu zeigen: sie freuen sich, wenn man sich für sie als Menschen, nicht nur als Arbeitskraft, interessiert und über ein Dankeschön, gerne auch zwischendurch.
Eine Spesenbeteiligung in Höhe von 50,00€ jährlich, zu entrichten an den VFA. Dieser Beitrag wird rückwirkend für das ablaufende Jahr und immer nur dann bezahlt, wenn der Hof auch tatsächlich mindestens 1 Helfer für 6 Tage am Hof hatte.
Die Freiwilligen arbeiten unentgeltlich und gegen Verpflegung und Unterkunft. Die Kosten für die An- und Abreise werden von den Freiwilligen selbst getragen. Die Kosten für die Unfall- und Haftpflichtversicherung der Helfer übernimmt der Verein.
Die Freiwilligen sind über unseren Verein unfall- und haftpflichtversichert (nicht kranken-, sozial- oder rentenversichert!).
Es benötigt keine großen Anforderungen, lediglich ein eigenes Zimmer (mit Bett und Kleiderschrank). Ein eigenes Bad für die Helfer ist in der Regel nicht erforderlich.
Die Mitarbeiter des Vereins sind von Montag bis Freitag fast durchgehend von 07.00 bis 16.15 Uhr telefonisch erreichbar. Bauern können sich bei Fragen oder bei auftretenden Schwierigkeiten jederzeit an uns wenden, und gemeinsam wird man eine Lösung finden.