Was als mutige Idee begann, ist heute eine tragende Säule solidarischen Handelns auf Bergbauernhöfen in Südtirol. Als der Verein Freiwillige Arbeitseinsätze (VFA) 1996 gegründet wurde, schien das Ziel beinahe unrealistisch: Bergbauern, die aufgrund der Steilheit der Wiesen weitgehend auf Handarbeit angewiesen sind, unbürokratisch und nachhaltig zu unterstützen. Wer würde freiwillig harte Arbeit auf steilen Hängen und auf entlegenen Höfen übernehmen – ohne Lohn, allein aus Überzeugung? Fast drei Jahrzehnte später gibt die Bilanz eine eindrucksvolle Antwort: Jährlich engagieren sich hunderte Freiwillige, die gemeinsam zehntausende Arbeitstage leisten und damit entscheidend zum Fortbestand der extrem steil gelegenen Bergbauernhöfe beitragen.
Dieses Buch zieht erstmals ein umfassendes Resümee über 30 Jahre Vereinsgeschichte – nicht als Selbstlob, sondern als eindringlicher Blick auf die nach wie vor herausfordernde Lebensrealität der Bergbauern. In Texten, Gesprächen und persönlichen Erfahrungsberichten wird sichtbar, wie praktische Hilfe oft auch zu psychischer Stärkung wird – wie Solidarität Hoffnung schenkt, Gemeinschaft entsteht und Menschen füreinander einstehen. Zugleich erzählt das Buch von der anderen Seite der Freiwilligenarbeit: von Sinn, innerer Zufriedenheit, Abenteuer und der Erfahrung, dass uneigennütziges Handeln nicht zuletzt den Helfenden selbst bereichert.
Getragen von Zeitzeugeninterviews, Archivmaterial und zahlreichen authentischen Stimmen freiwilliger Helferinnen und Helfer ist diese Publikation ein lebendiges Zeugnis gelebter Mitmenschlichkeit. Sie macht sichtbar, was nachhaltiges Engagement bewirken kann – und warum ehrenamtliche Arbeit gerade in unserer individualisierten Zeit mehr denn je gebraucht wird. 1. Auflage 2026 Athesia Buch GmbH, Bozen